Bild 1: Vor der Restaurierung
Bild 1: Vor der Restaurierung

Titnenfrass an einer Zeichnung

Restaurierung einer Federzeichnung auf Seidenpapier

Bei dieser Zeichnung mit Eisengallustinte war der Schaden durch den Tintenfrass so weit fortgeschritten, dass es bereits einige kleine Ausbrüche in der Zeichnung gab.

Bild 2: Detailansicht vor der Restaurierung
Bild 2: Detailansicht vor der Restaurierung



Bild 2: Die Entsäuerung des Blattes im Wasserbad
Bild 2: Die Entsäuerung des Blattes im Wasserbad


Die einzige heute bekannte Methode, den Tintenfrass zu stoppen, ist die sogenannte Calciumphytatbehandlung. Dies ist ein chemisches Verfahren und stabilisiert die mechanisch geschwächten Stellen im Papier nicht.

Bild 3: Nach der Restaurierung
Bild 3: Nach der Restaurierung


Bei der Calciumphytatbehandlung wird das Blatt unter anderem in ein Bad mit verdünnter Phytinsäure eingelegt. Diese reagiert mit den Eisenmolekülen der Tinte so, dass der Tintenfrass gestoppt wird. Die bereits vorhandenen mechanischen Beschädigungen können jedoch nicht rückgängig gemacht werden. Diese müssen mit sehr dünnem Japanpapier und Gelatine überklebt werden, wodurch eine leicht milchige Trübung der Schrift entsteht.
▶ PDF Download: Restaurierungprotokoll